Rekrutierung

Zivilschutz

Zuteilung

Dem Zivilschutz wird zugeteilt, wer bei der Rekrutierung für den Militärdienst als untauglich, für den Zivilschutz jedoch als tauglich erklärt wird. Bei der Zuteilung zum Zivilschutz lassen sich die beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen sowie die persönlichen Fähigkeiten und Neigungen optimal nutzen. Sechs Grundfunktionen stehen bei der Zuteilung zur Auswahl.

  • Stabsassistent
  • Betreuer
  • Pionier
  • Anlagewart
  • Materialwart
  • Koch

Leistungsprofil

Der Zivilschutz erbringt spezialisierte Leistungen wie:

  • die Führungsunterstützung für die Krisenstäbe der Kantone und Gemeinden;
  • die Alarmierung der Bevölkerung;
  • die Bereitstellung der Schutzinfrastruktur;
  • die Betreuung von Schutz suchenden und obdachlosen Personen;
  • den Schutz von Kulturgütern;
  • die Durchführung schwerer Rettungen sowie Instandstellungsarbeiten.

Mit diesem Leistungsprofil und seiner Durchhaltefähigkeit ist der Zivilschutz ein unverzichtbares Mittel des Bevölkerungsschutzes.

Ausbildung

Spätestens bis zum Ende des Jahres, in dem sie das 26. Altersjahr vollendet haben, besuchen die Schutzdienstpflichtigen eine Grundausbildung von zehn bis neunzehn Tagen. Sie ist in zwei Kursblöcke aufgeteilt:

In der allgemeinen Grundausbildung wird das Zivilschutzgrundwissen vermittelt, in der funktionsbezogenen Ausbildung steht die fachtechnische Ausbildung im Vordergrund. Nach einer Zusatzausbildung von höchstens fünf Tagen, können Dienstpflichtige verschiedene Spezialistenfunktionen übernehmen. Zudem eröffnet eine fünf- bis zwölftägige Kaderausbildung die Möglichkeit zur Übernahme von Führungsfunktionen. Die Dienstleistung erfolgt in einem der Fachbereiche Führungsunterstützung, Schutz und Betreuung, Kulturgüterschutz, Unterstützung oder Logistik.

Jährlich finden Wiederholungskurse statt, die mindestens zwei bis maximal sieben Tage dauern.

Rechte und Pflichten

Der Zivilschutz basiert auf dem Milizsystem und der Schutzdienstpflicht. Diese beginnt mit dem 20. und endet mit dem 40. Altersjahr. Schutzdienstpflichtige sind militärversichert und haben Anspruch auf Sold, Erwerbsausfallentschädigung, Verpflegung, Transport und Unterkunft. Die Ersatzabgabe beträgt drei Prozent des steuerpflichtigen Einkommens, mindestens aber 400 Franken pro Jahr. Die Ersatzpflicht beginnt frühestens ab Beginn des 19. Altersjahres und endet spätestens mit der Vollendung des 37. Altersjahres. Sie dauert längstens 11 Jahre.

Die im Zivilschutz geleisteten Diensttage werden aber angerechnet. Mit jedem Diensttag verkleinert sich die Wehrpflichtersatzabgabe um vier Prozent.

Jobübergreifende Informationen

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