Rekrutierung

Zivilschutz

Zuteilung

Dem Zivilschutz wird zugeteilt, wer bei der Rekrutierung für den Militärdienst als untauglich, für den Zivilschutz jedoch als tauglich erklärt wird. Bei der Zuteilung zum Zivilschutz lassen sich die beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen sowie die persönlichen Fähigkeiten und Neigungen optimal nutzen. Sechs Grundfunktionen stehen bei der Zuteilung zur Auswahl.

  • Führungsunterstützer
  • Betreuer
  • Pionier
  • Infrastrukturwart
  • Materialwart
  • Koch

Leistungsprofil

Der Zivilschutz erbringt spezialisierte Leistungen wie:

  • die Führungsunterstützung für die Krisenstäbe der Kantone und Gemeinden;
  • die Alarmierung der Bevölkerung;
  • die Bereitstellung der Schutzinfrastruktur;
  • die Betreuung von Schutz suchenden und obdachlosen Personen;
  • den Schutz von Kulturgütern;
  • die Durchführung schwerer Rettungen sowie Instandstellungsarbeiten.

Mit diesem Leistungsprofil und seiner Durchhaltefähigkeit ist der Zivilschutz ein unverzichtbares Mittel des Bevölkerungsschutzes.

Ausbildung

Spätestens bis zum Ende des Jahres, in dem sie das 25. Altersjahr vollendet haben, besuchen die Schutzdienstpflichtigen eine Grundausbildung von zehn bis neunzehn Tagen. Nach einer Zusatzausbildung von höchstens 19 Tagen können Dienstpflichtige verschiedene Spezialistenfunktionen übernehmen. Zudem eröffnet eine maximal neunzehntägige Kaderausbildung die Möglichkeit zur Übernahme von Führungsfunktionen. Die Dienstleistung erfolgt in einem der Fachbereiche Führungsunterstützung, Betreuung, Kulturgüterschutz, technische Hilfe oder Logistik.

Jährlich finden Wiederholungskurse statt, die mindestens drei und maximal 21 Tage dauern.

Rechte und Pflichten

Die Schutzdienstpflicht ist zwischen dem 18. Geburtstag der betreffenden Person und dem Ende des Jahres, in dem sie 36 Jahre alt wird, zu erfüllen. Sie ist nach mindestens 245 Diensttagen im Zivilschutz erfüllt, endet aber spätestens 14 Jahre nach der Grundausbildung.
Für höhere Unteroffiziere und Offiziere dauert sie in jedem Fall bis zum Ende des Jahres, in dem sie 40 Jahre alt werden.

Wer Zivilschutz leistet, muss während 11 Jahren eine Wehrpflichtersatzabgabe bezahlen. Die Ersatzpflicht beginnt im Jahr nach der Grundausbildung und dauert höchstens bis zum Ende des Jahres, in dem das 37. Altersjahr vollendet ist.
Die Wehrpflichtersatzabgabe beträgt 3 % des steuerbaren Einkommens, mindestens aber 400 Franken pro Jahr. Mit jedem im Ersatzjahr geleisteten Tag Schutzdienst reduziert sich die Wehrpflichtersatzabgabe um 4 %. Bei mehr als 25 Diensttagen werden die zusätzlichen Tage ins Folgejahr übertragen.

Angehörige des Zivilschutzes sind militärversichert und haben Anspruch auf Sold, Erwerbsausfallentschädigung, Verpflegung, Transport und Unterkunft.

Jobübergreifende Informationen

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